Die Stunde der Kommunikation | Brunswick

Die Stunde der Kommunikation

In einer Zeit, da die ganze Welt nur noch aus der Ferne – per Telefon, E-Mail, Skype und über andere soziale Medien – kommunizieren kann, wird eben diese Kommunikation vor eine besondere Herausforderung gestellt.

Kann man ein Unternehmen aus der Ferne führen? Kann man von Zuhause aus regieren? Kann man eine Hauptversammlung digital veranstalten? Das gilt es nun herauszufinden. Wobei sich schnell zeigen wird, dass all diese Fragen mit etwas gutem Willen positiv zu beantworten sind.

Wir sind in Deutschland noch immer erst am Anfang der Krise. Homeoffice ist mühsam, Manches muss sich noch einspielen. Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Probleme lösbar sind. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass die Krise zu einem Umdenken in kommunikativer Organisation führen wird. Wenn wir erst einmal einige Wochen so gearbeitet haben, werden Unternehmen Konsequenzen daraus ziehen und die neuen Formen digitaler Kommunikation beibehalten. Die Fluggesellschaften dürften das zu spüren  bekommen, wenn weniger gereist wird. Zugleich ist ein kreativer und investigativer Schub auf digitalem Gebiet zu erwarten. Politik, Unternehmen und Verbände tun also gut daran, genau zu beobachten, was sich bewährt und wie sie diese Instrumente auch nach der Corona-Krise einsetzen können.

Es gibt aber einen Aspekt, den schon jetzt niemand geringschätzen sollte. Und das ist der Ton, in dem kommuniziert wird. Manche Unternehmen haben ihren Mitarbeitern in nüchternem, lieblosem Ton mitgeteilt, dass sie in Kurzarbeit gehen müssen. Lieferanten sind kurz angebunden beschieden worden, dass sie vorerst nicht gebraucht werden. In normalen Zeiten mag ein solcher Ton, der gern „faktisch“ genannt wird, akzeptabel sein. In Situationen wie der jetzigen ist er unangebracht. Politiker beschwören Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzustehen. Dazu gehört auch, dass man in der Kommunikation Empathie zeigt. Mitgefühl macht das Leben leichter. Persönliche Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten wird von diesen als positiv empfunden und nicht vergessen. Daran sollten wir alle denken.